Auf den ersten Blick scheint die Wahl der wichtigsten Ryder Cup-Teilnehmer
so einfach. Die besten Männer wie Jack Nicklaus und Arnold Palmer natürlich, Sam
Snead oder aus der jüngsten Vergangenheit David Duval, Tiger Woods oder Davis
Love III. bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Vermutung als Fehlannahme.
Denn wieder einmal gilt: Beim Ryder Cup gelten andere Gesetze – und jene, die
ansonsten die Golf-Szene scheinbar nach Belieben beherrschten oder es immer noch
tun, waren und sind keineswegs reine Erfolgstypen, wenn es um das Sammeln um
Pünktchen für die eigene Mannschaft geht.
Beispiele dafür
gibt es reichlich. An vorderster Front wohl Tiger Woods, der bei fünf Teilnahmen
bisher nur auf elf Punkte kommt. Doch auch die Bilanz anderer, herausragender
Namen ist kläglich. Sam Snead brachte es auf 10,5 Punkte bei neun Starts, Peter
Aliss auf 12,5 bei acht. Auch Fred Couples war mit neun Punkten bei fünf Starts
nicht gerade ein Renner, ebenso wenig wie Sam Torrance auf europäischer Seite,
der zwar als Kapitän erfolgreich war, als Spieler aber nur zehn Punkte bei acht
Begegnungen beisteuerte. Eine Bilanz, bei der auch Mark James mit 8,5 Punkten
aus sieben Ryder Cups mithalten kann. Das traurige Ende schliesslich markiert
wohl Harry Weetman, der während der Jahre 1951 bis 1963 immerhin siebenmal auf
britisch-irischer Seite kämpfte, insgesamt aber nur drei Punkte verbuchte. Kein
Wunder, angesichts der damaligen, enormen Überlegenheit der USA.
Hier finden Sie eine Übersicht der größten Ryder
Cup-Stars:
Bernhard
Langer >
Sir Nick
Faldo >
Severiano
Ballesteros >
Jack
Nicklaus >
Arnold
Palmer >
Tiger Woods
>
(mit freundlicher Genehmigung des Kosmos Verlags, Stuttgart, entnommen aus:
Himmel, Der Ryder Cup, © 2004 Albrecht Golf GmbH)